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Der Joker.
Rätselhaft und spannend bis zur letzten Zeile In Eds Briefkasten liegt – eine Spielkarte. Ein Karoass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative – doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.
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Dschungelkind.
Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen.
Das Buch von Sabine Kuegler zeigt einen Einblick in eine andere Welt. Ich las es, um mir eine mir fremde Welt besser zu verstehen. Ich habe tolle Beschreibungen zu dem Buch gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
"Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen. Ziel der elterlichen Studien war das „Verlorene Tal“, eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte. Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr. Mit siebzehn endete der Traum abrupt. Die Schweizer Internatszeit begann. Spätestens auf dem eiskalten Hamburger Bahnsteig, ganz ohne Messer, Pfeil oder Bogen, erwarteten das Fayu-Mädchen Probleme, wie sie nur die „westliche Zivilisation“ bereithält. Immer wieder sollten die hellen Bilder aus dem „Verlorenen Tal“ in ihr aufsteigen. Sabine Kuegler war fortan eine traurige Wanderin zwischen zwei Kulturen. Nur zu verständlich, nach diesem anrührenden und aufrichtigen Bericht. --Ravi Unger" Die Erlebnisse werden von Sabie Kuegler mit soviel Liebe zum Detail beschrieben, teils bekommt man das Gefühl, selbst dagewesen zu sein. |
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Carpe Diem.
Die 16-jährige Vassar hat alles genau geplant: bester Schulabschluss, Promotion, Hochzeit mit einem Chirurgen (wahlweise Richter), Pulitzerpreis. Schließlich haben ihre Eltern sie nicht umsonst nach einer Eliteuniversität benannt. Warum also um alles in der Welt bestehen sie plötzlich darauf, dass sie ihre verrückte Großmutter in Südostasien besucht, so kurz vor den Prüfungen? Widerstand zwecklos. Ausgerüstet mit zehn Koffern reist Vassar in den Dschungel. Doch schon bald muss sie einsehen, dass selbst ein aufblasbarer Toilettenaufsatz nicht weiterhilft, wenn man ein Familiengeheimnis enthüllen will - oder sich unsterblich verliebt. Vassar hatte ihren Sommer perfekt durchgeplant. Sie wollte lernen, um auf einer Eliteuni studieren zu können. Doch dann bekommt sie verspätet ein Geburtstagsgeschenk von ihrer Grandma Gerd. Sie bekommt eine Flugticket und eine Einladung mit ihr den Sommer zu verbringen. Ihre Eltern sehen sich gezwungen ihre Tochter auf diese Reise zu schicken nach einem Telefongespräch mit Grandma Gerd. Die Grandma hat etwas in der Hand – das große Geheimnis – und dies beschließt Vassar zu ergründen. Um wenigstens ein paar Punkte zu bekommen überredet Vassar ihre Direktorin für einen selbstgeschriebenen Roman die volle Punktzahl im Fortgeschrittenenkurs Englisch II zu vergeben. Vassar wird mit 10 Koffern zum Flughafen gebracht. Dort angekommen holt sie jedoch nicht ihre Grandma ab, sondern ein junger Mann. Allerdings wird sie auch gezwungen, wieder Gepäck zurückzuschicken. Zusammen mit dem jungen Mann und ihrer Grandma reist Vassar durch Malaysia, Kambodscha und Laos. Sie findet sich permanent in den unmöglichsten Situationen wieder, aus denen ihr Hank Lee, der junge Mann, immer wieder heraushilft. Ihre Erlebnisse mailt Vassar ihren Freundinnen in Form eines Romans. Grandma gibt Vassar regelmäßig einen Buchstaben als Hinweis und am Ende kommt Vassar somit hinter das große Geheimnis. Danach ist nichts mehr wie es mal war für sie. Meiner Meinung nach ist das ein sehr gelungenes, unterhaltsames Buch. Vassar tappt von einer Falle in die nächste. Immer an ihrer Seite hat sie dabei Hank, der sie nicht im Stich lässt. Im Buch ist die Entwicklung von Vassar sehr gut beschrieben, und es macht Spaß, zu sehen, wie sie lernt, dass man nicht alles im Leben immer durchplanen kann. Sie lernt das Abenteuer kennen, und was Spontanität bedeutet. Die Orte die bereist werden, werden auch ziemlich genau beschrieben. Romantisch ist auch, dass Vassar sich ausgerechnet ihn Hank verliebt. Einfach ein herzerweichendes Buch.
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Zeit im Wind.
Eine Hymne an die Liebe! Eigentlich scheinen sie nicht füreinander bestimmt, doch als der Zufall die beiden High-School-Absolventen Landon und Jamie zusammenführt, entwickelt sich zwischen ihnen eine Liebe der außergewöhnlichen Art, die auch von einem herben Schicksalsschlag nicht zerstört werden kann. Landon ist der Star seiner Schule, sein Vater ist Politiker, und lebt unter der Woche in Washington. Er lebt mit seiner Mutter in Beaufort, einer beschaulichen Kleinstadt in North Carolina. Das Buch ist schön zu lesen, da es mich sehr berührte. Es war ergreifend, zu „sehen“, wie Landon sich immer mehr in Jamie verliebte, und sich nach und nach für Jamie veränderte, ohne es selbst zu merken. Ihm waren auf einmal andere Dinge wichtig, und seine Prioritäten waren neu verteilt. Das erste Mal tat er etwas ohne etwas zu erwarten oder zu fordern. Die Charaktere waren „zum Greifen nah“, sie waren sehr gut ausgearbeitet und man fühlte mit ihnen. Es ging einfach nicht anders. Als Landons ehemaliger bester Freund sich bei Jamie entschuldigte, konnte ich die Tränen gar nicht mehr zurück halten, sie liefen und liefen, und wollten gar nicht mehr abebben. |
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Quasselstrippe.
Zwar ist die "Heldin" dieses Romans stumm, aber Quasselstrippe ist alles andere als ein Buch zum Thema Behinderung. Es ist die witzige, actionreiche, aber auch ernste Geschichte Rowenas, die in ihrer neuen Schule Probleme mit ihren Mitschülern hat, die ihren Vater unheimlich lieb hat, obwohl er manchmal ziemlich auf die Nervengeht, und die vor allem kein Mitleid will. Denn abgesehen davon, dass sie nicht sprechen kann, ist sie ein ganz normales Mädchen. Und das erzählt Morris Gleitzman in seiner Geschichte so gekonnt, dass man mein Lesen tatsächlich vergisst, dass Rowena "behindert" ist.
Rowena war auf einer Sonderschule, musste jedoch auf eine normale wechseln. Bereits am ersten Tag schafft sie es, sich Feinde zu machen. Sie verteilt in der Klasse Briefe, um sich vorzustellen. Ein Schüler der Klasse, Darryn macht sich daraufhin über ihre Mutter lustig. Da ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist, flippt Rowena aus und stopft ihm einen Frosch in den Mund. Darauf hin schließt sich Rowena im Schulschrank ein. Die Beliebtheit kann sie sich jetzt gleich erstmal abschminken. Als wären das nicht genug Probleme, muss sich Rowena auch noch mit ihrem Vater rumschlagen. Er hat eine Vorliebe für schrille Cowboy-Hemden und singt in den absolut unmöglichsten Situationen lauthals alte Cowboy-Schnulzen. Von diesen kleinen, jedoch sehr störenden Macken abgesehen, ist er allerdings ganz annehmbar. Am Buffet der Gemeindeversammlung kann er sich ausserdem nicht ordentlich benehmen und das geplante Festessen endet im Chaos einer Schlägerei. Ein Glück, dass Rowena da noch Amanda hat. Sie ist fast Rowenas Freundin. Rowena soll ihrzuliebe bei der Gemeindeversammlung als Vorzeige-Behinderte präsentiert werden. Doch diese Rechnung wurde ohne Rowena gemacht. Wenn sie sich eines nicht gefallen lässt, dass ist es, sich mit viel oberflächlichem Verständnis und geheucheltem Mitleid in die Behinderten-Ecke abdrängen zu lassen. Die Geschichte startet sehr ereignisreich. Die Ich-Erzählerin ist witzig, frech und ungewöhnlich. Das Buch eignet sich sowas für Erwachsene, als auch für Kinder. Das stumme,aber sehr intelligente Mädchen mit dem Vater, der als Obstbauer arbeitet und eine Vorliebe für Countysongs besitzt, sind sehr sympathisch. |
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Reckless - Steinernes Fleisch.
Zwölf Jahre ist es Jakob Reckless gelungen, die "Welt hinter dem Spiegel" vor seinem jüngeren Bruder Will zu verbergen, doch ein einziger Augenblick der Unachtsamkeit genügte, dass Will ihm folgte und von einem Goyl angegriffen wurde. Durch diesen Angriff beginnt er, Stück für Stück zu versteinern. Verzweifelt machen sich die Brüder Reckless gemeinsam mit Wills Freundin Clara und der Gestaltenwandlerin Fuchs auf die Suche nach einem Heilmittel - doch die Suche ist nicht ungefährlich und der Preis für seine Heilung hoch. Cornelia Funke nimmt uns in diesem Buch mit auf eine Reise in die "Welt hinter den Spiegeln", in der Gegenstände aus den Märchen der Gebrüder Grimm allgegenwärtig sind. Wenn man nicht aufpasst, wird man vom Knüppel aus dem Sack erschlagen, Taschentücher spenden Goldmünzen und auf Reisen sorgt ein magischer Teller für einen vollen Magen. In diese Welt hat sich Jacob Reckless nach dem Verschwinden seines Vaters zurückgezogen. Er arbeitet dort als Schatzsucher, der im Auftrag reicher Goyls, Menschen oder Zwerge märchenhafte Artefakte aufstöbert. Als sein Bruder Will droht, zum Goyl zu versteinern, macht er sich auf die Suche nach etwas, das die Versteinerung rückgängig macht. Während Will einen offenen und herzlichen Eindruck macht, wirkt Jacob in sich gekehrt und ein großer Bruder, der sich immer schützend vor den Jüngeren stellt, und das macht ihn zum echten Sympathieträger. Er bleibt die Geschichte über ziemlich undurchsichtig und geheimnisvoll. Einige Geschehnisse, die Jacob in der Vergangenheit passiert sind, werden kurz angerissen, allerdings nicht aufgelöst. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, einmal aus der Sicht Jacobs, Wills und Claras, sowie auch aus Fuchs Sicht. Am meisten konnte mich die Figur Fuchs begeistern. Das Buch allgemein hat mich aber auch sehr in den Bann gezogen, dass ich es mal wieder sehr schnell durch hatte. |
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Die Prophezeiung der Schwestern.
Nachdem auch noch ihr Vater gestorben ist, leben die beiden Zwillingsschwestern Lia und Alice zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Henry und ihrer Tante Virginia im verwaisten Elternhaus in Birchwood Minor, einem kleinen, feinen Anwesen im New Yorker Hinterland. Eines Tages bemerkt Lia, dass sie seit kurzem eine Art Mal am Handgelenk hat und sich magisch von dem Zimmer ihrer verstorbenen Mutter angezogen fühlt – dem „dunklen Zimmer“, das eigentlich für alle tabu ist. Als sie dort eines Abends ihre Schwester wie in Trance dasitzend antrifft und ihr Freund, der Buchhändler James, in der Bibliothek ihres Vaters ein merkwürdiges Buch über eine Prophezeiung und zwei Zwillingsschwestern aufstöbert, wird Lia stutzig: irgend etwas Unheimliches geht hier vor. Sie beginnt mit eigenen Recherchen und findet heraus, dass es zwei weitere Mädchen in ihrem Alter gibt, die ein ähnliches Mal tragen. Was verbirgt sich hinter der Prophezeiung, die das Chaos herauf beschwört, und welche Rolle sollen Lia und ihre Schwester Alice in der Sache spielen? Immer weiter nähert sich Lia dem Geheimnis an und macht dabei eine furchtbare Entdeckung. Leseprobe: Ich stehe rechts von Alice. Ich stehe immer rechts von Alice, und oft frage ich mich, ob es auch im Leib unserer Mutter so war, ehe wir schreiend in die Welt hinausgepresst wurden, eine nach der anderen. Mein Bruder Henry sitzt zwischen Edmund, unserem Chauffeur, und Tante Virginia. Henry kann nur sitzen; seine Beine sind nutzlos. Es kostete einige Mühe, Henry und seinen Stuhl zu dem Friedhof auf dem Hügel zu tragen, damit er unserem Vater das letzte Geleit geben kann.
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